Wie alles begann…

Veröffentlicht von

Schon länger haben wir Ausschau nach einem Anhänger für unsere Motorräder im Internet gehalten. Wir hatten auch einige in der engeren Auswahl, konnten uns aber nie wirklich festlegen. Vor allem der Preis spielte, wie so oft, eine entscheidende Rolle. Der Anhänger sollte möglichst groß und so ausgestattet sein, dass man bequem mit zwei Personen darin schlafen bzw. wohnen kann und gleichzeitig auch noch 2 Motorräder unter bekommt.

Vor ca. 3 Wochen haben wir ganz zufällig auf einer Webseite für Motorradfahrer eine Anzeige für einen umgebauten Wohnwagen entdeckt. Es handelte sich um einen Tabbert-Anhänger, Baujahr 1995. Der Wohnwagen wurde von innen komplett entkernt und am Ende abgeschnitten, verlängert und mit einem Rollladentor ausgerüstet. Das Teil hatte massig Platz und sah echt extrem cool aus.

Wir haben uns sofort mit dem Besitzer in Verbindung gesetzt und gleich für den nächsten Tag einen Besichtigungsstermin in Regensburg vereinbart…

Als wir dann dort ankamen, wurden uns die Ausmaße unseres möglichen Vorhabens erst so richtig deutlich. Fast 9 Meter Länge und gute 2,50 Meter Breite hatte das Teil. Schon mal eine Hausnummer. 25 Jahre sind auch an diesem Anhänger nicht spurlos vorbeigegangen, dennoch war er für sein Alter technisch in einem wirklich guten Zustand. Nachdem wir uns also den Anhänger, das Fahrgestell etc. genauer angeschaut haben, war für uns klar, dass wir dieses Projekt auf uns nehmen wollen.

Der Besitzer, ein Motorradrennfahrer, welcher mit seiner Familie oft an die Rennstrecke gefahren ist, machte einen sehr netten Eindruck und auch ein sehr fairer Preis war schnell ausgehandelt. Also machten wir uns am Ende mitsamt angekuppeltem Anhänger auf den Rückweg.

Leider gestaltete sich dies zunächst etwas schwieriger als anfangs gedacht. Unser “Zugwagen”, ein Opel Astra mit 150 PS und einer Wandlerautomatik, hatte sichtliche Schwierigkeiten den Anhänger vernünftig zu ziehen, der Anhänger ging vielmehr mit dem Auto spazieren – alles andere als ein tolles Gefühl, vor allem, wenn man noch nie zuvor mit so einem Mutterschiff am Haken gefahren ist! Nach einem Halt auf einem Parkplatz haben wir dann sämtliche beweglichen Teile nach vorne verlagert und dort verzurrt. Und siehe da, es ließ sich direkt ganz anders fahren mit besserer Stützlast. Was 40kg Gewichtsverlagerung alles ausmachen können! So sind wir dann mit gemütlichen 80km/h weiter bis zu uns nach Hause gefahren, bis wir dann am späten Abend angekommen sind. Die Blicke, als wir in der kleinen Straße bei uns mit einem Gerät wie diesem angekommen sind, werde ich in meinem Leben nicht vergessen.

So begann also das Projekt mit dem Codenamen Mutterschiff. Uns war bewusst, dass eine Menge Arbeit bevorstand, aber wir waren sehr motiviert und haben uns gefreut, das Mutterschiff neu herzurichten und wieder wohnlicher zu gestalten. Alles Weitere dazu im nächsten Blogpost…

Impressionen unserer Rückfahrt

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.